Ergebnis Jahresrechnung 2025

13. Mai 2026

Die Gemeinde Münsterlingen schliesst die Jahresrechnung 2025 mit einem deutlichen Defizit ab.

Der Aufwandüberschuss beträgt rund CHF 904'000 und fällt damit schlechter aus als das budgetierte Defizit von rund CHF 626'000.

Dies ist in Relation zu setzen mit Gesamtausgaben des allgemeinen Haushaltes ohne Werke von rund CHF 10.2 Mio.

Hauptgründe für das negative Ergebnis sind gestiegene Ausgaben in mehreren Bereichen.
Ins Gewicht fallen insbesondere höhere Kosten beim Personal infolge von personellen Wechseln in der Exekutive.
Auch im Sozial- und Gesundheitswesen musste die Gemeinde deutlich mehr bezahlen als budgetiert.

So führten unter anderem höhere Beiträge an die Prämienverbilligung, die Langzeitpflege sowie an Kinder- und Jugendheime zu Mehrkosten.

Zusätzlich belasteten steigende Unterhaltskosten und höhere Zinsausgaben die Rechnung.

Auf der Ertragsseite sind gegenüber dem Budget ebenfalls Steigerungen zu verzeichnen, doch vermögen diese die gestiegenen Aufwände nicht zu kompensieren.

Erfreulich ist, dass die Fiskalerträge gegenüber dem Budget um rund elf Prozent höher ausfallen.

Trotz des Defizits präsentiert sich die finanzielle Lage der Gemeinde weiterhin solide. Das Eigenkapital bleibt auf einem vergleichsweise hohen Niveau, ist jedoch rückläufig.

Positiv fällt ins Gewicht, dass die geplanten Investitionen von brutto rund CHF 2.0 Mio. nahezu vollständig umgesetzt wurden.
Allerdings erfolgte die Finanzierung über Fremdmittel, was die Verschuldung erhöht hat. Der Gemeinderat sieht deshalb Handlungsbedarf, um die finanzielle Stabilität der Gemeinde langfristig zu sichern.

Die gemeindeeigenen Werke wie Strom, Wasser und Abwasser schliessen hingegen ausgeglichen ab und belasten den Haushalt nicht. Sie werden als Sonderrechnungen geführt.

Beim Neubau des Hafens konnte die Gemeinde die Baukosten unter Kontrolle halten.
Das Projekt konnte leicht unter dem teuerungsbereinigten Voranschlag abgeschlossen werden.

Gemeinderat und Rechnungsprüfungskommission beantragen der Bevölkerung, die Jahresrechnung 2025 an der Urnenabstimmung vom 14. Juni 2026 zu genehmigen.
Das Defizit soll auf die nächste Bilanz übertragen und mit dem bestehenden Eigenkapital verrechnet werden.